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Ergonomie

Ergonomische Richtlinien helfen gesund zu liegen

Inzwischen gibt es seit ca. 40 Jahren fundierte Erkenntnisse, wie aus arbeitsmedizinischer Sicht eine Matratze gestaltet werden muss, um dem Körper die bestmögliche Regeneration zu ermöglichen. Die wesentlichen Faktoren für eine gesunde Matratze aus ergonomischer Sicht sind die Punktelastizität, die Biegeelastizität, die Körperzonenstützung, die Federelastizität und das Schlafklima. 

Wenn Sie eine möglichst optimal ergonomisch abgestimmte Matratze suchen, sollten Sie diese also zuerst über den Konfigurator berechnen lassen.  Als Ergebnis erhalten Sie dann eine individuell zusammengestellte Matratze, die zu Ihren Angaben passt.

Ergonomische Fachbegriffe bei der Matratzenberatung

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Die Punktelastizität (Oberflächenanpassung) ist die möglichst perfekte Matratzenanpassung, direkt an der Körperkontaktstelle. Einen sehr wichtigen und hohen Druckpunkt stellt die menschliche Ferse dar. Durch die perfekte Oberflächenanpassung wird der Druck auf die Körperkontaktstellen reduziert und es erfolgt eine ideale Druckverteilung. Ruhigerer und tieferer Schlaf ist möglich, da der Körper nicht unnötig durch Druck gestört wird. 

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Die Biegeelastizität (Kurvenanpassung) besagt, wie gut sich eine Matratze an die natürlichen Kurven des Körpers anpassen kann. Die Matratze entlastet die prominenten Körperstellen, stellt sich zugleich aber gut stützend in Kurven, die beim Liegen Hohlräume ergeben. Gerade in der Seitenlage ist die Biegeelastizität sehr wichtig, erst dadurch kann die Wirbelsäule eine gerade Linie (Vorbild, wie beim stehenden Menschen) zeigen. In der Rückenlage sind die Ausprägungen deutlich geringer, aber erst durch die Biegeelastizität wird der Körper in seiner physiologisch natürlichen Doppel-S-Form gehalten. Die Muskulatur kann besser entspannen, der Körper wird gleichmäßiger getragen und kann optimaler regenerieren. 

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Die Körperzonenstütze (Stützverhalten der Körperhohlräume) ist ein sehr wichtiger Bereich. Denn nur, wenn die Hohlräume optimal gestützt werden, ist der Körper auch in diesen Bereichen tatsächlich entlastet. Eine angenehm spürbare Unterstützung ist dabei ausreichend. Verschiedene Körperbautypen nehmen diese Unterstützungen natürlich auch unterschiedlich war. Personen mit einem stark ausgeprägten Hohlkreuz oder einer schmalen Taille werden diese Unterstützungen im Regelfall weniger spüren als geradere Körperbautypen. Immer, wenn in bestimmten Körperregionen Hohlräume vorhanden sind, würde die innere Muskulatur anspannen, was eine gewisse Morgensteifigkeit und Verspannungen zur Folge haben könnte.

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Die Federelastizität (beschreibt die gemessene Matratzenhärte) wird im Allgemeinen mit  Härte 1 / H2 / H3/ H4 beschrieben. H1 ist soft, H4 ist hart. Ohne ergonomische Erkenntnisse werden nach diesen Härten heute häufig Matratzen verkauft, wichtig dabei ist, dass diese Härten nicht genormt sind. Der Verkäufer sieht Sie an und sagt dann, welche Härte Sie brauchen, meist völlig unabhängig davon, welche anderen ergonomischen Bewertungen für Sie wichtig sein könnten. Nach diesen Härtebeschreibungen kann es passieren, dass die 160 cm Frau mit 83 kg die gleiche Matratze erhält, wie der 187 cm große Mann, der ebenso 83 kg wiegt. Weder die Schulterbreite, die Hohlkreuztiefe (Lendenlordose), noch die Beckenbreite werden berücksichtigt. Ein Matratzenkauf nach den üblichen Härten wird damit zum Zufall und in den wenigsten Fällen ergonomisch sinnvoll sein.

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Das Mikroklima (Betthöhlenklima) gibt eine Aussage darüber, wie gut klimatisiert Ihr Körper in der Betthöhle gelagert wird. Es wird zu 80% von der Bettdecke gesteuert. Nur 20% trägt die Matratze dazu bei. Eine optimal angepasste Matratze wird sich, durch die Nähe zum Körper, immer etwas wärmer anfühlen, als eine harte und brettige Matratze. Kaltschaummatratzen sind generell gut luftdurchlässig, d.h. bei Messungen schneiden Sie im „Gut“ Bereich ab. Eine Matratze sollte offenzellig sein und Feuchtigkeit schnell aufnehmen können. Durch die gute Durchlüftung des Materials wird die Feuchtigkeit aber auch wieder gut ausgeleitet. Bettdecken bestimmen im Wesentlichen das Mikroklima. Es wäre sicherlich falsch, eine harte, kalte Federkernmatratze zu kaufen, nur weil man hin und wieder nachts schwitzt. Der Rücken, die Muskulatur und die Gelenke würden das auf Dauer sicherlich nicht positiv hinnehmen.

Die Ergonomie (Grenzwissenschaft zwischen Medizin und Technik) versucht optimale Bedingungen für einen gesunden und regenerierenden Schlaf zu definieren. Aufgaben der Ergonomie sind, die Arbeits- und Erhol Bedingungen des Menschen optimal zu gestalten. Die Ergonomie ist ein Bereich der Arbeitsmedizin. Es gibt Ergonomie in allen Lebensbereichen, dazu gehört aber vor allem auch der Nachtschlaf, der mit über 30% unserer Lebenszeit eine sehr große Rolle spielt. Nur wer dauerhaft sehr gut liegt und ergonomisch optimal gelagert wird, kann davon ausgehen, wenig körperliche Folgen und Schmerzen in Kauf nehmen zu müssen. 

Walter Braun

Tipp vom Experten Walter Braun aus München

„Lassen Sie sich beim Matratzenkauf nicht mit einer Weisheit abspeisen. Letztendlich ist es die Kombination der verschiedenen ergonomischen Faktoren, die für Ihren Körper stimmen müssen. Eine gute Punktelastizität heißt nicht zugleich, dass Sie gut gestützt werden. Eine gute Biegefähigkeit bedeutet nicht zugleich, dass die Punktelastizität perfekt ist usw.  

So liegen Sie gesund

So liegen Sie gesund

Gute Lage aber Kissen etwas zu hoch

Gute Lage aber Kissen etwas zu hoch

Zwei Frauen etwa gleich groß

Zwei Frauen etwa gleich groß,

mit völlig unterschiedlicher Figur

mit völlig unterschiedlicher Figur

Matratzen sollen stützen und zugleich entlasten

Eine gute und gesunde Matratze sollte den Körper gut stützen, zugleich aber die prominenten Körperpartien (Schulter, Becken, Kreuzbeinbereich, Rückenkyphose, Ferse) angenehm entlasten. Das Liegen soll Druck frei, harmonisch, zugleich aber auch den Körper gut haltend, wirken.

Nicht alleine das Körpergewicht entscheidet

Oft hört man die Aussage: "ab 80 kg müssen Sie eine harte Matratze z.B. H3 kaufen"! Natürlich ist diese Aussage nicht ganz verkehrt, aber aus ergonomischer Sicht muss man auch die unterschiedlichen Körperbautypen beachten. Man kann den schmalschultrigen Menschen nicht einfach mit einem breitschultrigen Menschen gleichstellen. Man muss dabei unterscheiden, wie groß z.B. der über 80 kg schwere Mensch ist? Eine Frau mit 160 cm Körpergröße und 83 kg Gewicht stellt sich schließlich ganz anders dar, als ein Mann mit 187 cm Körpergröße bei gleichem Gewicht.

Auch ein Vergleich von zwei gleich großen Männern, mit gleichem Gewicht aber einer völlig anderen Figur zeigt, dass eine einfache Gewichtseinteilung falsch sein wird. 

Der eine breitschultrig, muskulös und gut geformt, der Andere hingegen, schmalschultrig mit Bauch, gesamt gut gepolstert und unsportlich. In solchen Fällen kann man nicht pauschal urteilen, sondern man muss unbedingt auf jede Person einzeln und individuell eingehen.

Unserer Elax-KombiCheck Berechnung sind natürlich auch gewisse Grenzen gesetzt. Wenn wir eine Matratzenbestellung erhalten, führen wir grundsätzlich noch ein persönliches Gespräch mit der bestellenden Person, um über die wichtigsten Details zu sprechen und unsere fachmännische Meinung dazu abzugeben.